Tim Bucher

First Weekend 2018

DSC_9800<div class='url' style='display:none;'>/</div><div class='dom' style='display:none;'>kircheamrheinfall.ch/</div><div class='aid' style='display:none;'>128</div><div class='bid' style='display:none;'>1618</div><div class='usr' style='display:none;'>26</div>

Jährliches First Weekend am Bodensee
Tim Bucher,
«Vor allem haltet fest an der Liebe zueinander. (Petrus 4,8)»


Grosse Aufregung herrschte als die Organisatoren des First-Weekend am SBB-Ticketschalter standen und noch die Billette umbuchten. Leider ergab sich nämlich am Samstagmorgen, dass ein Teil des Programms wegen schlechtem Wetters abgesagt werden musste. Doch so flexibel wie wir halt sind, organisierten wir noch ein Ersatzprogramm eine halbe Stunde vor Beginn. Als der Plan schlussendlich in trockenen Tüchern lag, konnte das First-Weekend endlich starten.

In der Bahnhofshalle versammelten sich um 10 Uhr aussergewöhnlich viele junge Erwachsene für einen Samstagmorgen. In der Region Laufen wusste man aber wieso; Das First-Weekend stand an! Zum zweiten Mal lud das First-Team aus dem Hause "Zäment" zu einem Weekend ein. Freude lag spürbar in der Luft.

Nach der kurzen Info über das Ersatzprogramm ging es endlich los. Eigentlich war geplant, in Berlingen Wakeboarden zu gehen, doch das schlechte Wetter mischte sich wie letztes Jahr leider ein. Trotzdem liessen wir es uns nicht nehmen, ein super Programm auf die Beine zu stellen. Kurzerhand gingen wir nach St. Gallen in den Säntispark. Der Besuch im grossen Wasserpark kam zum Glück genau so gut an bei den Teilnehmern wie das Wakeboarden. Jeder hatte sichtlich Spass, ob beim "um die Wette rutschen", in der Super G Bahn oder ganz gemütlich im Whirlool. Ein paar Firstler stellten sogar die Tagesbestzeit in einer Bahn auf, was für ein Erfolg! Nach 4 Stunden Baden, Rutschen und Schwimmen war schon ein bisschen Erschöpfung zu spüren, als wir auf den Bus warteten. Dennoch gab es immernoch viel Geplauder und alle waren gespannt, was als nächstes auf dem Plan stand. Der Zug brachte uns nach Hemishofen, wo wir nach einem kurzen Spaziergang im Bio-Bauernhof Bolderhof ankamen. Die freundliche Bolderhof-Familie empfing uns herzlich und zeigte uns den grossen Hof sowie unseren Schlafplatz. Wir übernachteten nämlich im Stroh, worauf ich mich besonders gefreut habe. Nach dem Einrichten besichtigte jeder den Hof noch auf eigene Faust, fütterte die Wasserbüffel, suchte die junge Kätzchen oder versuchte, ein Feuer hinzubringen. Nachher versammelten sich alle am Lagerfeuer und halfen bei der Abendessensvorbereitung.
Die Würste, das Brot und sogar das Ketchup waren alles Bio und vom Hof selbst hergestellt. Dabei waren auch ein paar Wasserbüffelbratwürste zum Probieren. "Schmecken irgendwie wie Schweinsbratwürste, nur besser", berichteten einige.
Die Nacht verbrachten wir gemütlich am Lagerfeuer mit Spielen, Essen und Geplauder. Es blieb zum Glück regenfrei, bis wir ins Bett gingen.

Frühmorgens weckte uns nicht wie sonst üblich auf einem Bauernhof ein Hahn, sondern der Handywecker. Es war eine kühle Nacht aber gut eingepackt in Schlafsack und Wolldecke war es doch noch gemütlich. Um 9 Uhr gingen wir dann zum Zmorgenbüffet, wo uns wieder nur auf dem Hof hergestellte Lebensmittel zur Verfügung standen, was einfach toll war. Mit noch ein wenig schläfrigen Augen frühstückten wir gemütlich. Später folgte dann schon der erste Programmpunkt: Die Bauernolympiade. Es war ein Spielturnier, dass aus verschiedenen Bauernhofspielen bestand. Von Kühe melken bis Hornussen, vieles war dabei, was noch nie jemand von uns gemacht hatte. Jeder gab sein Bestes und hatte sichtlich Spass. Komisch aber speziell waren auch die Spiele, bei denen man Gummistiefel rückwärts werfen musste. Oder bei welchem man ein Huhn auf der Stange ruhig rumgeben musste. Nach diesen Spielen musste sich ganz knapp Team Peperoni gegen Team Fuego geschlagen geben. Doch die schläfrigen Augen waren nun bei allen definitiv weg.

Als wir fertig waren mit dem Tunier und alles beisammen hatten, zogen wir wieder los Richtung Bahnhof. Der Zug brachte uns über die Grenze nach Konstanz. Die deutsche Hafenstadt begrüsste uns leider nicht wirklich mit mehr Sonne als auf unserer Seite des Rheins. Doch wir sahen es positiv, es regnete zumindest nicht. Nach einem kurzen Mittagessen am Hafen wartete Herr Gerlach bei der grossen Hafenuhr auf uns. Er ist Historiker und gibt in seiner Freizeit Stadtführungen durch Konstanz. Wir haben bei ihm eine Führung über den Priester Jan Huus gebucht. Jan Huus war ein tschechischer Reformator, der schon vor Luther oder Zwyngli für Aufregung sorgte. Er wurde zur Zeit der Papstwahl nach Konstanz eingeladen, doch trotz dem Freiesgeleit-Schein wurde er festgenommen und verbrannt. Eine sehr interessante Geschichte. Wir erfuhren auch viel Geschichtliches über die Stadt selbst. Nach der kurzen aber sehr informativen Führung trat unsere 25-köpfige Gruppe schon die Heimreise an. Es war ein aufregendes Wochenende, dass allen viel Spass gemacht hat. Wir freuen uns bereits auf das nächste gemeinsame Weekend!

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First Weekend 18
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Fotograf Tim Bucher
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Bereitgestellt: 07.09.2018     Besuche: 30 Monat 
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