Suppentag 2026 – Motto «Zukunft säen»

IMG_2697 (Foto: Lea Knill)
Ein Tag im Zeichen von Vielfalt, Teilen und dem Säen von Zukunft
Lea Knill,
Am ökumenischen Suppentag 2026 versammelten sich die drei Kirchgemeinden – Katholische Feuerthalen, Reformierte Feuerthalen und Reformierte Laufen – im Mehrzweckgebäude Stumpenboden, um gemeinsam ein Zeichen für Solidarität und Zukunft zu setzen. Der Anlass war gut besucht und zeigte eindrücklich, wie viele Menschen sich Zeit nehmen, um diesen besonderen Tag miteinander zu verbringen. Das diesjährige Motto «Zukunft säen» zog sich wie ein roter Faden durch den gesamten Anlass und wurde auf verschiedene Arten aufgegriffen.

Der Anlass begann mit einem ökumenischen Gottesdienst und einer parallel stattfindenden Kinderfeier. Musikalisch begleitet wurde der Auftakt durch das Chorprojekt «Singen für Alle», unterstützt von einer kleinen Band. Inhaltlich drehte sich der Gottesdienst um die Vielfalt von Saatgut und deren unterschiedliche Ansprüche; ein Bild, das auf eindrückliche Weise die Verschiedenheit der Menschen widerspiegelte. Die Predigt griff zudem einen Abschnitt aus dem zweiten Brief des Apostels Paulus auf, in dem zum Spenden für notleidende Menschen aufgerufen wird. Dabei wurde das Geben mit dem Säen verglichen: Wer grosszügig sät, darf auch auf eine reiche Ernte hoffen. Dieser Gedanke zog sich als zentrales Bild durch die Feier und verband das Thema Vielfalt mit dem konkreten Handeln.

Ergänzt wurde dies durch ein Interview mit Erich Hug aus Marthalen, der als Saatgutzüchter einen praktischen Einblick in seine Arbeit gab und so den Bogen von der biblischen Botschaft hin zur heutigen Landwirtschaft spannte.

Auch die Kinder setzten sich parallel zum Gottesdienst auf spielerische Weise mit dem Thema des Suppentags auseinander: In der Kinderfeier entdeckten sie die Vielfalt von Gemüse und erfuhren, wie unterschiedlich Pflanzen wachsen und gedeihen. Beim Basteln und Gestalten der Spendenkässeli konnten sie das Thema mit viel Kreativität direkt umsetzen und gingen anschliessend damit durch die Gänge.

Im Anschluss an den Gottesdienst wurde gemeinsam gegessen. Die Köche Oliver Schmid und Michael Späth verwöhnten die Gäste mit Pasta an Gemüsesauce sowie einem würzigen Chili sin carne. Der feine Duft aus der Küche hatte bereits während der Feier Lust aufs Essen gemacht und die Vorfreude geweckt. Beim gemeinsamen Essen bot sich dann viel Raum für Begegnungen und Gespräche und das Motto des Tages wurde auch kulinarisch erlebbar.

Am Nachmittag standen verschiedene Workshops für Kinder und Jugendliche auf dem Programm. Die Teilnehmenden konnten sich beim Mountainbiken ausprobieren, Gefässe kreativ recyceln und verzieren, Samenkugeln basteln oder sich beim Bobbycar-Rennen messen. Für Jugendliche wurde zudem ein Workshop zum Thema «Hochbeete herstellen» angeboten, ergänzt durch einen Theorieinput zu Ernährung und globalen Unterschieden. (Die entstandenen Hochbeete können nun im Garten der Kirche Laufen am Rheinfall bestaunt werden.)

Den gemütlichen Abschluss bildete ein reichhaltiges Kuchen- und Tortenbuffet mit zahlreichen Spenden, begleitet von Kaffee und vielen guten Gesprächen.

Die Einnahmen des Suppentags kommen wie jedes Jahr dem Hilfswerk HEKS zugute, das Menschen weltweit dabei unterstützt, ihre Lebensgrundlagen zu sichern. Damit wurde das «Säen» an diesem Tag nicht nur symbolisch verstanden, sondern ganz konkret weitergetragen. Der gemeinsame Anlass zeigte einmal mehr, wie durch Gemeinschaft, Engagement und Vielfalt Hoffnung wachsen kann, ganz im Sinne des Mottos «Zukunft säen».
Suppentag 2026
12.04.2026
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