Siegfried Arends

Adventsfenster geöffnet

Adventsfenster (Foto: Siegfried Arends)

Am dritten Advent wurde das Adventsfenster im Laufener Pfarrhaus geöffnet. Das Fenster bringt das bekannte Adventslied «Maria durch ein Dornwald ging» in Szene. Gestaltet wurde es von Susanne Roth und Pfrn. Irmgard Keltsch. Für die Musik bei der Fensteröffnung sorgte Niklas Rapold auf dem Waldhorn.
Das bekannte Adventslied beginnt mit einem düsteren, tragischen Bild: Ein Wald ganz aus Dornenbüschen, totes Holz mit harten Dornen, karg, finster und blütenlos:



Maria durch ein Dornwald ging, Kyrie eleison.
Maria durch ein Dornwald ging,
der hat in sieben Jahrn kein Laub getragen.
Jesus und Maria.

Die Dornen, von denen im Lied gesprochen wird, stehen für das Schmerzhafte und Abgestorbene im Leben: gestorbene Hoffnungen, unerfüllte Wünsche, Verlust und Traurigkeit. Doch plötzlich verändert sich etwas. Leben kommt in den Dornwald:

Was trug Maria unter ihrem Herzen? Kyrie eleison.
Ein kleines Kindlein ohne Schmerzen,
das trug Maria unter ihrem Herzen.
Jesus und Maria.

Angefangen durch dieses kleine Kind, das Maria in sich trägt, bekommt das Lied eine ganz andere Ausrichtung. Es handelt davon, wie sich scheinbar Vergebliches und Aussichtsloses verändern kann. Als Maria den Wald betritt, verwandelt sich die Wüste in ein Paradies: An den dürren Ästen blühen Rosen. In der dritten Strophe heißt es:

Als das Kindlein durch den Wald getragen,
da haben die Dornen Rosen getragen.

Die Botschaft von Weihnachten besagt, dass Gott neue Möglichkeiten aufblühen lässt – und zwar dort, wo wir es nicht erwarten. Das Adventsfenster lädt dazu ein, die Rosen zwischen den Dornen in dieser dornigen Zeit zu entdecken.
Bereitgestellt: 17.12.2021     Besuche: 42 Monat 
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