Siegfried Arends

Konflager: Fenster geöffnet

DSC_2558 (Foto: Claude Meier)

Während ihres Konflagers in Rüdlingen gestalteten die Jugendlichen der Kirchgemeinde Laufen farbige Fenster. Auch sonst öffneten sich ihnen allerhand Fenster mit Ausblicken auf das Leben. Hier die Tagesberichte der KonfirmandInnen:
Sonntag 17.10. - Anreisetag
Nach einem kurzen Briefing und Spaziergang zum Boot, fing unser Abenteuer an. Mit einem Mändliboot fuhren wir bis zur Musikinsel Rheinau, begleitet von kurzen Inputs des Bootsführers. Auf der Insel absolvierten wir einen Foto-OL, um diese besser kennenzulernen und die Gruppen zu einer kreativen Teamarbeit zu motivieren. Gemeinsam wurden aussergewöhnliche Bilder von unterschiedlichsten Orten auf der Insel gemacht und bald darauf ging die Schiffsreise weiter nach Rüdlingen.
Das Begegnungszentrum Rüdlingen empfing uns wie alle Jahre mit offenen Türen und kurz darauf waren die Zimmer aufgeteilt und die Betten bezogen. Mit verschiedenen Gruppenspielen lernten wir uns besser kennen. Damit das Lager reibungslos ablaufen kann und die Stimmung gut bleibt, wurden von «Oberfussel» Knill diverse Regeln auf einem Lagerpakt festgehalten, welcher anschliessend von allen unterschrieben wurde.
Gleich darauf durften wir Älplermagronen zum «Znacht» geniessen, an dieser Stelle ein grosses Dankeschön und Applaus an unsere Köchinnen Bettina Bart und Lara Honegger! Nun ist Zeit für die Ämtli und für das Ende dieses Tagesberichts. Alle sind glücklich, freuen sich auf das Abendprogramm mit weiteren Stimmungsspielen und sind gespannt, was der morgige Tag für uns bereithält.

Montag 18.10. – Maltag
Unser Tag startete zu früh um 8 Uhr. Es gibt feine Pancakes zum Frühstück. Anschliessend erledigen wir unsere «Ämtlis» und zum warming-up bringt Joel Wirth uns einige Karate-Techniken bei. Danach geht es um die Geschichte von Noah und seiner Arche und betrachten wir einige Bilder, die sich auf die Geschichte beziehen – als Inspiration für eigene Bilder, die noch entstehen sollen.
Um 12:00 Uhr gibt es dann leckeren Kürbisrisotto und Salat. Anschliessend haben wir bis um 15:00 Uhr Freizeit und spielen diverse Spiele wie Volleyball usw. Nach dieser Pause haben wir unser Projekt der Woche besprochen – das Gestalten von je einem eigenen Fensterbild – und uns dann unsere eigenen Bilder zum Thema Leben entworfen. Nach einer weiteren Pause haben wir dann unsere Idee auf dem Fenster umgesetzt. Mit Glasmalfarben und viel Freude wurden die Scheiben bemalt.
Hungrig gingen wir dann zum Abendessen und assen leckere Spaghetti mit diversen Saucen. Für den Abend steht die Arbeit einer «Lebensspirale» auf dem Programm. Was sich dahinter verbirgt, ist uns noch unbekannt, aber auf die Zimtschnecken als Dessert freuen wir uns schon.
(Sarah, Lavinia, Fiona, Fabio und Silvan)

Dienstag 19.10 – Ein abwechslungsreicher Tag
Um halb 8 wurden wir geweckt mit lauter Musik. Dann assen wir «Zmorge», es gab Müsli, Brot und Joghurt. Anschliessend hatte Lea Knill, die gerade ihren Militärdienst leistet, Lust, uns fürs Militär vorzubereiten und machte Zugschule mit uns. Keiner verweigerte den Befehl von Soldatin Lea und wir tanzten im Gleichschritt über die Strasse. Anschliessend lief die eine Hälfte der Gruppe nach Eglisau, um mit zwei grossen Kanus zum Töss-Egg zu paddeln. Inzwischen hatte die andere Gruppe das Töss-Egg zu Fuss erreicht und Feuer und Essen vorbereitet. Nach der Ankunft assen wir gemeinsam Gegrilltes und verfügten über ein wenig freie Zeit. Nun gab es einen Tausch und die andere Hälfte paddelte nach Eglisau zurück. Die erste Gruppe dagegen wanderte dem Rhein entlang zurück nach Rüdlingen. Danach konnten wir die Zeit bis zum Abendessen frei gestalten. Zum Abendessen gab es Indisch und es war sehr lecker. Jetzt geniessen wir unsere Freizeit und um 8 gibt es eine Talk-box (Fragen zu verschiedenen Bereichen des Lebens, die zum Gespräch anregen wollen) und Spiele. Der Tag endet gemütlich am Lagerfeuer.
(Juma, Gian, Alexandra, Sophia, Jaqueline, Loris)

Mittwoch 20.10 - Herausforderungen
Der Morgen fing an wie immer: wir wurden von motivierender Musik geweckt und der Zmorge wurde dieses Mal ergänzt von warmen Gipfelis. Das Warm-up war voller Verrenkungen und Anstrengungen dank Claude Meiers Einführung in «Calisthenics», eine spezielle Form der Gymnastik. Aufgeweckt beschäftigten wir uns danach mit der Geschichte vom «Exodus», dem Auszug der Israeliten aus Ägypten, verbunden mit einem kleinen Input zu Bob Marley. Das Thema des Tages lautete nämlich: Freiheit. Danach stand ein Krimi-Lunch auf dem Programm: verkleidet versuchten wir einen Mord in Gruppen zu lösen, die Küche zauberte dazu schrecklich anzusehende, aber zugleich fein schmeckende Gerichte.
Den Nachmittag verbrachten wir hauptsächlich draussen mit Fuss- und Volleyball, Kubb, Zweimannhoch und vielem mehr. Das eigentliche Programm wurde aufgrund von einem grösseren Regelverstoss umgestellt, so dass interne Unklarheiten aus dem Weg geschafft werden konnten. Schlussendlich musste das Vertrauen durch offene Gespräche wieder aufgebaut werden, um das Lager so weiter durchführen zu können wie geplant.
Das Nachtessen wurde heute ausnahmsweise am Feuer gegessen, welches nun auch noch von einem Teil als Werwölfle-Ort gebraucht wurde. Andere spielten währenddessen Gruppenspiele oder sangen gemeinsam Lieder.

21.10. Donnerstag - Fenster Fertig
Wir wurden wie jeden Morgen um halb 8 geweckt. Weil die Tischgruppe ihr Ämtli gemacht hatte, konnten wir den Z`morgen in vollen Zügen geniessen.
Daraufhin haben Silja, Hanneke und Simona uns mit einem sportlichen Warming-up eingeheizt, mit ein paar Musikstücken untermalt. Im Anschluss haben wir Ideen zum Thema Freiheit gesammelt für die fortführende Gestaltung unseres Fensters. Natürlich gab es auch heute einen feinen Zmittag.
In der zweiten Tageshälfte haben wir dann die Fenster fertig gestaltet. Das letzte Motiv bezog sich auf das Thema „Vertrauen“, ausgehend von der Geschichte von der Sturmstillung aus dem Neuen Testament. Danach hatten wir viel Freizeit, bevor es noch ein gemeinsames Abendmahl gab und die üblichen Gruppenfotos gemacht wurden.
Zum Znacht erwartete uns ein feines Käsefondue, wobei Mia das mit Brennpaste verseuchte Wasserglas von Sarah aus dem Fenster gelehrt hat - nur leider landete dieses auf Siegfrieds Sachen… Er hat es aber sportlich aufgenommen.
Der Abschlussabend war voller Bewegung, Freude und auch ein wenig Wettkampfgefühle. In kleinen Gruppen traten wir bei verschiedenen Spielen gegeneinander an und schlussendlich erhielt das Siegerteam einen kleinen Preis. Um den Abend noch abzurunden, machten wir eine Nachtwanderung mit Fackeln. Um nicht nur ein letztes Mal zusammen zu reden, sondern auch in einem kleinen Ritual unsere Sorgen loszuwerden, warfen wir diese in Form eines Steins symbolisch in den Rhein. Ein schöner Schluss für ein Lager.
(Fabio B., Samuel, Julia K., Jill und Natalie)

Freitag 22.10. – Das Ende
Obwohl heute die Tagwache etwas später war als sonst und obwohl einige Gesichter etwas verschlafen wirkten, begann der Tag lebhaft. Nach dem Frühstück wurden noch die letzten Siegerehrungen der Woche durchgeführt und sofort begannen die Aufräumarbeiten. Zügig wurde gepackt, geputzt und organisiert, sodass wir um 11 Uhr bereits auf dem Weg zurück nach Hause waren. Beim BZM wurde noch ein letztes Mal getanzt und gelacht, um sich danach schweren Herzens zu trennen. Lager gehen doch viel zu schnell vorbei!

Bereitgestellt: 09.11.2021     Besuche: 59 Monat 
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