Siegfried Arends

Besuch bei einem Kloster der besonderen Art

Stadtkloster Zürich<div class='url' style='display:none;'>/</div><div class='dom' style='display:none;'>kircheamrheinfall.ch/</div><div class='aid' style='display:none;'>85</div><div class='bid' style='display:none;'>2518</div><div class='usr' style='display:none;'>42</div>

Am 27. Februar bekamen wir die Chance, einen Einblick in ein reformiertes Stadt-Kloster zu gewinnen. Der Besuch beim Stadt-Kloster Zürich fand im Rahmen einer Veranstaltungsreihe der Kirchgemeinden Laufen und Feuerthalen (reformiert und katholisch) statt.
Jana Habeck
Unter dem Thema «Ein Kloster als Familienersatz?» machten 18 Personen sich auf den Weg nach Zürich zu den Räumlichkeiten der Bullinger-Kirche, wo das Stadtkloster untergebracht ist. Dort angekommen, durften wir an einer Vesper teilnehmen. Als erstes mussten wir uns nach unseren Stimmen aufteilen, um so am gemeinsamen Gebet und am Singen teilzunehmen. Das war eine sehr eindrückliche Erfahrung und obwohl es irgendwie sehr ähnlich war wie in einem gewöhnlichen Gottesdienst, war die Stimmung komplett anders.
Anschliessend erlangten wir einen Einblick in das Leben in diesem etwas anderen Kloster. In der Gesprächsrunde mit drei Mitgliedern des Vorstands wurden unsere Fragen beantwortet. Besonders bewegt hat mich das Engagement für die Obdachlosen in der Stadt, die um Unterstützung ersuchen. Das Stadtkloster ermöglicht den Obdachlosen, sich zu duschen, Kleider zu waschen und einen PC zu gebrauchen. Die Betreuenden sorgen auch für ein wenig Verpflegung und geben ihnen den ganzen Tag ein warmes Plätzchen. An dieser Arbeit beteiligen sich Aktive, Passive und auch freiwillige Helfer.
Ausserdem bietet das Kirchengebäude ein Zuhause für acht ständige BewohnerInnen und zusätzlich ein «Notfallbett» für Menschen, die sich in einer speziellen Notsituation befinden.
Obwohl das Konzept dieses kreativen Klosters Eindruck hinterlassen hat, konnte sich die Mehrheit unserer Besuchsgruppe nicht vorstellen, Teil einer solchen Gemeinschaft zu sein oder sogar dort zu leben. Obwohl die Regelungen nicht sehr streng sind, man Familie und eine andere Arbeit haben kann, könnten sich nicht alle vorstellen, so zu leben. Eindruck hat der Besuch trotzdem bei allen gemacht.
Bereitgestellt: 09.03.2020      
aktualisiert mit kirchenweb.ch