Siegfried Arends

Konfirmanden zeigten Flagge

DSC_8419<div class='url' style='display:none;'>/</div><div class='dom' style='display:none;'>kircheamrheinfall.ch/</div><div class='aid' style='display:none;'>85</div><div class='bid' style='display:none;'>2418</div><div class='usr' style='display:none;'>42</div>

Wenn wir von «Flagge zeigen» sprechen, dann heisst das: Menschen zeigen, wofür sie stehen, was ihnen wichtig ist, sie «bekennen Farbe». Zwanzig Jugendliche und neun LeiterInnen übten sich im Konflager eine Woche lang im «Flagge zeigen».
Siegfried Arends,
Das Bild vom «Flagge zeigen» kommt aus der Seefahrt. Passend also, dass die ganze Mannschaft am Sonntagmittag gemeinsam an Bord ging, um vom Rheinfall aus mit dem Schiff ins Lagerhaus nach Rüdlingen zu fahren. Einen Zwischenstopp gab es bei der Klosterkirche in Rheinau, um zu erkunden, was eigentlich typisch katholisch ist im Gegensatz zum Reformierten. Die nötigen Erklärungen dazu gab uns am Abend Seelsorger Marco Anders von der katholischen Kirche Feuerthalen, der einen sehr persönlichen Einblick in seine Sicht auf Kirche und Glauben gewährte.
Getrennt gingen Maidli und Jungs am Montag in die «Wildnis», um sich beim Kochen über offenem Feuer im Überleben zu üben. Alle kamen heil zurück von diesem kurzen Dschungel-Camp, in dem es um die Frage ging, was «typisch Maidli» ist und was «typisch Jungs». Vorläufiges Ergebnis: typisch Maidli scheint zu sein, dass die jungen Frauen sich lebhaft austauschen über solche Fragen, während die Jungs sich eher in Schweigen üben.
Nach der Expedition in der Natur stand am Dienstag das Stadtleben auf dem Programm. Sich dabei von Blinden durch Zürich führen zu lassen, gibt allerdings einen ganz besonderen Blick auf die Stadt. Beeindruckend, wie seh-behinderte Menschen sich zurechtfinden und andere Sinnesorgane schärfen. Am eigenen Leib erfahren konnten alle dies beim gemeinsamen Zmittag in der «Blinden Kuh», einem von Blinden geführten Restaurant. Spaghetti in absoluter Dunkelheit zu essen kann durchaus anspruchsvoll sein!
Der Mittwoch war afrikanisch angehaucht mit einem Film über Kirche in Afrika und vor allem mit einem afrikanischen Trommel- und Tanzworkshop. Alles unter freiem Himmel, denn die Herbstsonne meinte es gut mit uns. Passend dazu auch das Essen am Lagerfeuer, übrigens in der ganzen Woche aufs Vorzüglichste von Susanne Roth und Bettina Bart vorbereitet.
Zum Schluss ging es dann tatsächlich ums Flagge zeigen. Vor dem Abschluss mit einer gemeinsamen Abendmahlsfeier gestalteten alle Teilnehmenden eine grosse weisse Flagge mit Symbolen von dem, was ihnen wichtig ist: Hobbies, Leidenschaften und andere Herzensangelegenheiten. Wenn im Juni 2020 zahlreiche bunte Fahnen vor der Laufener Kirche wehen, dann sollte allen klar sein: diese Konfirmanden haben sich geübt im Flagge zeigen. Geholfen hat ihnen dabei nicht zuletzt das Team vom «Zäment», der Gruppe junger Leiterinnen und Leiter unserer Kirchgemeinde. Ein herzliches «Danke» daher an das gesamte Leitungsteam!
Bereitgestellt: 07.11.2019     Besuche: 38 Monat 
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