Gabriela Walter

Rückblick Weltgebetstag 2019: Feier in der Kirche Laufen - Kommt, alles ist bereit!

IMG_2115 - zugeschnitten<div class='url' style='display:none;'>/</div><div class='dom' style='display:none;'>kircheamrheinfall.ch/</div><div class='aid' style='display:none;'>94</div><div class='bid' style='display:none;'>2157</div><div class='usr' style='display:none;'>43</div>

Das Gleichnis vom grossen Gastmahl aus dem Lukas-Evangelium inspirierte die Frauen aus Slowenien. Sie entwarfen eine Liturgie für die ökumenischen Weltgebetstagsfeiern vom 1. März 2019. Sie orientierten sich dabei am Gastgeber, von dem Jesus im Gleichnis erzählt: Er lud seine Freunde zu einem Festmahl ein, und alle liessen sich kurz vor der Mahlzeit entschuldigen. Darauf liess er vom Schicksal hart getroffene Menschen zu seinem Tische bitten. Er feierte mit ihnen. Das Fest fand statt.
In genau diesem Sinn luden die slowenischen Frauen alle Menschen rund um den Globus ein. Denn sie sagten: Alles ist bereit! Wir sollen Teil einer Gemeinschaft sein, die auf Gerechtigkeit, Frieden und Liebe gründet. Das ist ihr Anliegen. Dass wir dafür den ganzen Tag auf allen Kontinenten beteten, wirkte ansteckend. Frauen um die Pfarrerin Sylvia Walter und die Besucherinnen und Besucher des Gebetstagsmorgens in der Kirche Laufen vertieften sich in die tragischen Erlebnisberichte aus Slowenien. Die Erzählungen zeugten ganz speziell von betroffenen Frauen in wirtschaftlicher Not, mit sozialen Belastungen, mit gesundheitlichen Problemen. Aber wir vernahmen auch, was sie für Wünsche und Hoffnungen haben. Am Weltgebetstag in der Schweiz werden Mittel für Projekte gesammelt, welche diesen randständigen Frauen zugute kommen. Ihre Unterstützung in ihren Notlagen ist uns wichtig.
Nach dem Gottesdienst setzten wir uns zusammen, um landestypische Köstlichkeiten zu probieren und zu geniessen. Die begnadeten Bäckerinnen aus dem Laufemer Vorbereitungsteam rückten dabei all das Schöne in den Vordergrund, welches der von den östlichen Alpen bis zum Mittelmeer reichende Staat bietet. Erst kurz vor dem Ausbruch der Kriege rund um Ex-Jugoslawien wurde der Staat als unabhängige Republik gegründet. Der Schritt anfangs der Neunzigerjahre war dank der eindrücklich entwickelten nationalen Identität der Slowenen möglich. Diese wurzelt in einem Ereignis, welches rund 500 Jahre zuvor stattgefunden hatte. Damals übersetzte der bis heute durch alle Bevölkerungsschichten verehrte, slowenische Reformator, Primus Truber, die Bibel in die slowenische Sprache. Das dürfte einer der gewichtigsten Beiträge zur Entwicklung der nationalen Identität gewesen sein. Die zwei Millionen Menschen in Slowenien feiern den Weltgebetstag seit 2001.

Brigitte Barteld

Bereitgestellt: 12.03.2019     Besuche: 22 Monat 
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