Tim Bucher

First Kreuz und Quer

DSC_1246<div class='url' style='display:none;'>/</div><div class='dom' style='display:none;'>kircheamrheinfall.ch/</div><div class='aid' style='display:none;'>133</div><div class='bid' style='display:none;'>1776</div><div class='usr' style='display:none;'>26</div>

First Teilnahme am Wettbewerb "Kreuz und Quer" von Campus Kappel am Sa 03.11.18
Tim Bucher,
«Seid miteinander auf dasselbe Ziel bedacht! Strebt nicht hoch hinaus, sondern lasst euch auch von geringen Dingen in Anspruch nehmen! Haltet euch nicht selbst für klug!
(Römer 12:16)»


Der einfache aber sehr amüsante Wettbewerb "Kreuz und Quer" brachte nicht nur uns morgens um 7:00 Uhr aus den Federn, sondern 180 weitere Gruppen von Kirchgemeinden aus der ganzen Schweiz. Beim Grossevent vom Campus Kappel ging es darum, mit einer Gruppe und einem Tages-GA der SBB durch die ganze Schweiz zu reisen um Punkte zu sammeln. Es gab in verschiedenen Städten Stationen, bei welchen man durch die Bearbeitung von Aufgaben Punkte sammelte. Aber auch unterwegs konnte man z.B. mit einer spontanen Quizaufgabe über den Whatsapp Chat punkten. Unsere Kirchgemeinde war mit 2 Gruppen am Start, einmal eine Frauen- und einmal eine gemischte Gruppe.

Hier der Reisebericht:
Die Zäment-Frauen sind um 07:45 Uhr in Neuhausen am Rheinfall gestartet und haben mit der Fahrt via Schaffhausen bereits die ersten Punkte gesammelt. Danach ging es weiter nach Winterthur. Dort suchten wir verzweifelt die erste Station, das Café Zum Hecht, welches sich als Baustelle mit Café im 2. Stock herausstellte. Das Ganze wurde vom Verein Friendship in Town organisiert, welcher im März 2019 das Kaffee offiziell eröffnen wird. Von uns wollten sie bei Kaffee und Gipfeli wissen, was für uns Gastfreundschaft bedeutet und welche Ideen wir für ihr Café haben. Nachher ging es so schnell wie möglich weiter nach Zürich.


Unterdessen war die gemischte Gruppe in Frauenfeld unterwegs. Auf dem Weg dahin trafen wir auch die erste Gruppe. Emma und ihre Freundin aus Rüdlingen hatten die gleiche Station im Sinn. Wir holten uns mit einem gemeinsamen Selfie die Gruppenbildpunkte. Dann gingen wir gemeinsam zum Treffpunkt mit Daniel. Er ist Theologiestudent und arbeitet in der Jugendarbeit der Kirchgemeiende Frauenfeld. Mit ihm redeten wir über allerlei Lebensfragen und er gab uns in Form eines Kartenspiels Gesprächsstoff mit auf den Weg. Ideal für unsere Zugfahrten. Gleich um die Ecke gab es noch einen zweiten Posten, welchen wir anvisierten. Im Heilsarmee-Brocki sollten wir ein Erinnerungsstück kaufen, dass uns noch lange an diesen Tag erinnern sollte. Wir wählten eine Panflötte aus, die uns viel Freude während des Tages bescherte. Die Flower-Power-Gruppe von Emma kaufte sich eine schöne Bluse. Da wir ein bisschen zu schnell für die Zweier-Gruppe waren, verloren wir sie auf dem Weg zum Bahnhof.
Schon waren wir auf dem Weg nach Zürich, ohne zu wissen, dass unser Frauen-Team auch da war.
Doch wie es der Zufall wollte, trafen wir sie gar nicht. Die Frauen waren unterdessen kräftig am Fotografieren. Sie haben zuerst je ein Selfie mit den beiden Münster geschossen und somit weitere Zusatzpunkte gesammelt. Eine weitere Aufgabe war es, sich seinen Namen in Hebräisch oder Griechisch «tätowieren» zu lassen. Die letzte Aufgabe für sie in Zürich bestand darin, die drei Stockwerke in der theologischen Fakultät zu bewältigen, um eine junge Theologiestudentin zu treffen. Mit ihr diskutierten wir über die Frage «Braucht es 500 Jahre nach der Reformation die Wiedervereinigung der Kirche?». Die Diskussion war sehr spannend und hätte länger als die vordefinierten 15 Minuten dauern können. Für einen kurzen Moment der Besinnung besuchten wir noch den Posten bei der Bahnhofskirche. Im kleinen, aber liebevollen Raum machten wir uns ein paar Gedanken über die gestellte Frage «Wohin geht deine Reise?». Doch allzu lange konnten wir uns nicht Zeit lassen, denn es warteten noch weitere Posten auf uns.

Die gemischte Gruppe machte die gleichen Stationen in Zürich, allerdings ein bisschen langsamer als das Frauenpower-Team. Nach Zürich ging die gemischte Gruppe nach Rapperswil, um dort einen alten Bekannten zu treffen. Michael Schaar, unser alter Pfarrer, bietete eine kleine Pilgertour und eine Einführung in die Welt der Pilgerer an. Wir gingen den Weg mit ihm von Rapperswil nach Pfäffikon. Eine kurze aber sehr schöne Abwechslung zum bisherigen Zugstress. Zusätzlich traf Tim noch zufällig einen Kollegen aus Basel, der auch beim Spiel mitmachte. Sehr überraschend aber auch lustig. Das Wiedersehen mit Michael Schaar war ebenso eine Freude. Angekommen in Pfäffikon verabschiedeten wir uns herzlich und reisten mit der anderen Gruppe weiter nach Einsiedeln, um das berühmte Kloster mit Pater Philipp zu besuchen. Ein sehr schönes und eindrückliches Kloster mit einer wunderschönen Kirche. Mit ihm tauschten wir uns über das Klosterleben aus und über die Frage „Wie wichtig ist uns / ihm das Gebet?“. Mit schönen Eindrücken zogen wir weiter Richtung Bahnhof. Ein Blick auf die Uhr überraschte uns. Wir mussten nun schon nach Zürich zurück zum Schlussevent. Die Zeit verging wie im Fluge. Damit die lange Zugfahrt von Einsiedeln gemeinschaftlicher wurde, beschlossen wir eine Art Abendmahl im Zug zu veranstalten. Wir tranken ein Gläschen Wein mit Knäckebrot. Für diese geniale Idee bekamen wir überraschenderweise sogar Extra-Punkte. Eine schöne Runde bildete sich so im sonst eintönigen SBB 8er Abteil.

Anstatt nach Rapperswil und Einsiedeln entschieden sich die Frauen, nach Aarau, Olten und Bern zu fahren.
In Aarau erreichten wir die TDS (Höhere Fachschule für Kirche und Soziales). Dort setzten wir uns mit der Frage «Hatte Jesus ein Helfersyndrom?» auseinander. Unser anfängliches JA wurde schlussendlich zu einem NEIN. Kurze Zeit später musizierten und sangen wir in Olten mit dem Chef der Kirchenmusik des Kantons Solothurn, ein weiteres Selfie ist der Beweis dafür. Da die Zeit knapp wurde, entschieden wir uns direkt nach Bern zu reisen. Der Besuch in Bern lohnte sich punktemässig besonders, da wir dort unter anderem ein Selfie vor dem Münster geschossen haben, uns ein Bier zapfen liessen beim Zapfmeister im Dienste des Herrn («Unfassbar», eine Bierbar auf drei Rädern) und zum Schluss das moralisches Dilemma lösten «Wer fliegt aus dem Rettungsboot?». Nach erfolgreicher Nahrungssuche nahmen wir den Zug Richtung Zürich.

In Zürich trafen sich die beiden Zämentgruppen schliesslich. Freudig begrüssten wir uns und erzählten gegenseitig die Highlights des Tages. Nach einer kleinen Stärkung im Eventsaal sassen wir nochmals zusammen und plauderten bis das Konzert der Winterthurer Band «Prince Jellen» anfing. Ein super Auftritt der jungen Band. Nachher stieg die Spannung immer mehr, als die Rangverkündigung startete. Leider reichte unser Einsatz knapp nicht für einen Sieg, doch wir hatten was viel wichtigeres gewonnen. Nämlich eine lebenslange Erinnerung an einen wunderschönen und lustigen Tag.



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Bereitgestellt: 05.11.2018     Besuche: 125 Monat 
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